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Nachschau
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Nachschau: Duke Ellington SACRED CONCERT
Duke Ellingtons Sacred Concert
Sonntag – 30. Oktober 2011
18.00 Uhr
Kreuzkirche Kassel, Luisenstraße 13-15
22 Euro / 17 Euro (ermäßigt für Schüler und Studenten)
Die kammeroper kassel e.V. bringt Duke Ellingtons Jazzoratorium "Sacred Concert" in der Kreuzkirche zur Aufführung und lässt damit in Kassel erst- und einmalig dieses einzigartige Meisterwerk erklingen.
Eine Besetzung der Superlative!
Mit besonderer Freude heißen wir an diesem Abend die großartige Aschaffenburger Jazzbigband unter der Leitung von Bandleader und Saxofonist Peter Linhart willkommen. Ihre Interpretationen und insbesondere die des "Sacred Concert" sind legendär.
Erstmalig übernehmen zwei Chöre den sängerischen Part! Unter der Leitung von KMD Jan Knobbe erheben die Kantorei der Twiste und die Kantorei Eschwege
ihre Stimmen zu einem 120-köpfigen Sängerensemble. Zwei regionale
Chöre, die zu den wenigen in Deutschland gehören, die das Werk bereits
aufgeführt haben!
Die Kasseler Sängerin Sylvia Cordes ergänzt das Mammut-Ensemble mit der Solo-Sopranpartie.


"Every man prays in his own language." (Duke Ellington)
Jazzlegende Duke Ellington schlägt mit diesem Werk die Brücke zwischen Jazz und Klassik,
zwischen swingendem Big Band Sound und der Chor-Tradition europäischer
Kirchenmusik. Es führt Musikfreunde aller musikalischer Couleur zusammen
für einen Abend der großen Gefühle. Musik, die Welten verbindet.
Freuen Sie sich auf dieses Konzertereignis, das Ihnen eine musikalische
Rarität von überwältigendem Eindruck garantiert mit einem Ensemble, das
bestens gestimmt und mit absoluter Begeisterung für die Umsetzung
sorgt!
Unsere Veranstaltung wird unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.
Mitwirkende:
•Chöre:
Kreiskantorei des Kirchenkreises der Twiste und Gospelchor Joy&Glory
(Leitung Bezirkskantor Jan Knobbe)
Kantorei Eschwege
(Leitung Bezirkskantorin Susanne Voß)
•Aschaffenburger Jazzbigband unter der Leitung von Peter Linhart
•Sylvia Cordes (Solo-Sopran)
Musikalische Gesamtleitung: KMD Jan Knobbe / Peter Linhart
Technische Leitung: Valentin Reinbold
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Mehr Informationen
Duke Ellington – Legende des Jazz und Swing
Geboren 1899 in Washington D.C., gestorben 1974 in New York. Pianist, Komponist, Big Band Leader. Jazzlegende.
Ellington schrieb seinen Solisten die Musik auf den Leib! Seine berühmten "Ellington-Orchester" bestachen durch ihren einzigartig wiedererkennbaren Sound, den er in ihnen zum Leben erweckte.
Musiker, die das Glück hatten, mit ihm zu spielen, lobten seine tiefe Verwurzelung in der afro-amerikanischen Musik.
Den Fans als der Swing-Bandleader in ewiger Erinnerung, steht Duke Ellington nicht zuletzt für die musikalische Ära der 20iger Jahre, in der Jazz Popularmusik war und es für Publikum und Musiker keine Trennung zwischen E- und U-Musik gab.
Duke Ellington und sein "Sacred Concert"
"Every man prays in his own language."
Das ist das Großartige seiner Musik bis heute: Während sich noch immer vielerorts das Publikum dort der Klassik, hier dem Jazz und da der Popmusik zuwendet, vereint die Musik Ellingtons alle! Sein größtes und letztes Werk – das dreiteilige "Sacred Concert" – setzt hierzu den Höhepunkt seines musikalischen Schaffens!
"Jetzt konnte ich endlich öffentlich bekennen, was ich mir bisher auf den Knien nur selber sagen konnte."
Das "Sacred Concert" – nicht zuletzt für Ellington selbst eine ehrfurchtsvolle Verbeugung vor seinen religiösen Wurzeln.
Ein Meisterwerk, das man nicht einfach aufführt!
Ellingtons außergewöhnliches Jazzoratorium ist nicht nur ein musikalisches Meisterwerk, sondern nach wie vor eine Rarität in Kirchen und Konzertsälen. Das liegt zweifellos an den besonderen Aufführungsbedingungen eines solchen Mammutwerkes.
Eine Jazz Bigband, einen großen Chor, einen Solo-Sopran und bisweilen einen Tänzer sieht Duke Ellington als Ausführende vor. Das "Sacred Concert" ist eine Herausforderung für jedes Ensemble.
Wir freuen uns ganz besonders, für die Kasseler Aufführung eine Formation wie die Aschaffenburger Jazzbigband gewonnen zu haben. Bandleader Linhart hat mit Jazzgrößen wie Bob Mintzer, Charlie Mariano oder Peter Herbholzheimer gespielt. Seine Aschaffenburger Jazzbigband gilt als Top-Besetzung für Ellingtons Kompositionen und hat mit ihren Darbietungen des "Sacred Concert" Maßstäbe in der Musikwelt gesetzt.
Das "Sacred Concert" = Die "Sacred Concerts"
Eigentlich verbergen sich hinter Ellingtons berühmtem "Sacred Concert" nicht eine, sondern drei unterschiedliche Kompositionen. Den ersten Auftrag für die Komposition eines geistlichen Werkes erhielt Ellington 1965 zur Einweihungsfeier der Grace Cathedral in San Francisco. Mit großem Erfolg wurde dieses erste "Sacred Concert" dann an vielen bedeutenden Kirchen der USA gespielt. 1967 begann Ellington die Arbeit an einem "Second Sacred Concert", die Uraufführung erfolgte 1968 in der New Yorker Cathedral of St. John the Devine, und 1973 schließlich schrieb er ein drittes "Sacred Concert", das im gleichen Jahr in der Londoner Westminster Abbey uraufgeführt wurde.
Rarität ohne Noten
Lange wurden die "Sacred Concerts" selten gespielt, wenn nicht Ellingtons Orchester selbst dies übernahmen. Bedauerlicherweise hatte der Meister kaum eine Note aufgeschrieben, was für seine eigenen Musiker kein Problem war – sie kannten ihre Parts auswendig –, aber für andere Ensemble die Möglichkeit einer authentischen Aufführung nahezu zunichte machte. Abgesehen davon variierten die Musiker die einzelnen Sätze von Aufführung zu Aufführung!
Die Hoybye/Pedersen-Fassung
Erst 1993 erhielt die Musikwelt die dauerhafte Chance zur Wiedergabe von Ellingtons Werk, das immerhin in seinem Schaffen einen zentralen Stellenwert einnahm: Im Rahmen eines Workshops wurde der dänische Jazzchorleiter und Komponist John Hoybye gebeten, die Musik Ellingtons zu arrangieren und zu veröffentlichen. Er tat dies gemeinsam mit seinem dänischen Kollegen Peder Pedersen. Dank ihnen kann nun, unter dem Titel "Sacred Concert", eine Version von Ellingtons Original erklingen, die Material aus allen drei Konzerten zusammenfasst. Die "Hoybye/Pedersen"-Fassung macht dabei aus Band und Chor gleichwertige musikalische Partner, ein glücklicher Umstand, der sicherlich auch den Schöpfer selbst gefreut hätte – schon zu Ellingtons Aufführungszeiten war es kaum möglich, auf die schnelle vor Ort einen Chor zusammenzustellen. Dieser sang dann meist unisono.
Für die Kasseler Aufführung wird das "Sacred Concert" in eben dieser Hoybye/Pedersen-Fassung präsentiert.
Duke Ellington komponierte sein "Sacred Concert" für den sakralen Raum.
In einer Kirche wird das Werk auch in Kassel erklingen. Die Kreuzkirche mit ihrer doppelten Stellung als Gemeindekirche und als Kulturkirche bietet den passenden Rahmen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihre kammeroper kassel
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