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Nachschau
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Nachschau: Musique blanche – Satie zwischen Kirche und Tempel
Freitag, 08. Oktober 2010 / Samstag, 09. Oktober 2010
Die kammeroper kassel präsentiert:
Eine musikalisch-theatrale Ausstellung
Erik Saties "Socrate" und "Messe des pauvres"
in der Kreuzkirche Kassel
08. und 09. Oktober 2010
20.00 Uhr
In Kooperation mit der Kasseler Malerin Judit Rozsas und dem Fachbereich Philosophie der Universität Kassel
Mit "Musique blanche" widmet sich die kammeroper kassel in diesem Jahr Erik Satie, dem ganz und gar unkonventionellen französischen Komponisten am beginnenden 20. Jahrhundert.
Außenseiter, großer Humorist, Mystiker, spannend und provokativ als Mensch wie als Musiker. Der selbsternannte "Monsieur le pauvre".
Als Komponist war er Minimalist und Botschafter des Einfachen:
"Musique blanche" - rein, simpel, schnörkellos soll die Musik daherkommen.
"Musique d'ameublement" - wie ein Möbelstück in einer Ausstellung soll die Musik einfach da sein.
Die beiden Werke „Socrate“ und die "Messe des pauvres" stehen dafür und geben so gleichsam einen Eindruck dieser interessanten Persönlichkeit. In „Socrate“geht Satie der Frage der spirituellen Bedingtheit des Menschen nach. Basis hierfür sind Texte aus Platons Symposium, Phaidros und Phaidon zu Leben und Tod des Sokrates. Die kammeroper kassel führt das Werk in der Fassung für Sängersolisten und Klavier auf. Die "Messe des pauvres" (Armenmesse), eines von Saties wenigen kirchenmusikalischen Werken für Orgel und Chor, stellt seine – durchaus umstrittene – Beschäftigung mit der katholischen Messe in den Blick und wird für die Produktion die kontrastierende Gegenüberstellung zu „Socrate“ sein. Studenten des Fachbereiches Philosophie tragen hierzu Texte bei.
"Musique blanche" in neuem Licht:
Für die künstlerische Umsetzung konnte die Kasseler Malerin Judit Rozsas gewonnen werden.
Wir freuen uns ganz besonders über die erstmalige Zusammenarbeit mit dieser außergewöhnlichen Künstlerin, mit der ein völlig neues Aufführungskonzept der kammeroper kassel zum Tragen kommt: die Gestaltung eines kompletten Kirchenraumes zu einer am Raum selbst orientierten Erlebnisstätte.
Als Ort für religiöse und kulturelle Begegnung genießt die Kreuzkirche viel Beachtung im Kasseler Kulturleben. Die kammeroper kassel widmet daher mit dieser Konzeption ihre Aufmerksamkeit ihrem ersten Spielort: eben der Gemeinde der Kreuzkirche Kassel und ihrer Kirche mit deren außergewöhnlicher Architektur.
Der Zuschauer darf gespannt sein auf eine Aufführung, bei der die Musik Erik Saties ihn durch den Raum geleitet und begleitet!
Besetzung
Socrate:
Dorothee Driefholt (Alt) - Socrate
Sylvia Cordes (Sopran) - Alcibiades, Phaedron
Colenton Freeman (Tenor) - Phaedo
Klavier: Ralf Schwarz-Aschenbrenner
Messe des pauvres:
Chor der kammeroper kassel e.V.
Orgel: Ralf Schwarz-Aschenbrenner
Studenten des FB Philosophie der Universität Kassel unter der Leitung von Carsten Schwoon
Regie/Konzeption: Ede Müller
Künstlerische Inszenierung/Installation: Judit Rozsas
Lichtinstallation/Ton: Valentin Reinbold
Aufführungen
Freitag, 08. Oktober // Samstag, 09. Oktober // jeweils 20.00 Uhr in der Kreuzkirche Kassel
Sonntag, 10. Oktober, 11.00 Uhr (Musikalischer Gottesdienst zu Satie) Kreuzkirche Kassel, Luisenstraße 13-15
Eintritt: 17,00 Euro / 11 Euro ermäßigt (Schüler und Studenten)
Für Schüler/Studenten zusätzlich: "Gruppenticket" für 7 Euro ab 10-köpfige Gruppe- ausschließlich mit tel. Anmeldung unter 0152-29051223
Vorverkauf
ab sofort Homepage und Kartentelefon der kammeroper kassel (Gottesdienst eintrittsfrei)
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