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| Samstag, 16. Juni 2012 "Donquixoterien". armas - tapas - canciónes (Gastspiel) |
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Nachschau
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DAFNE - eine Nachlese
„Nymphoman – schreibt man das nun mit f oder mit ph?“ – Zur Derniere von Dafne stickt Venus ein letztes Mal an ihrem Deckchen fürs Götterheim im Olymp. Ihr ist es wichtig, dass alles seine Richtigkeit hat am Ende!
Cupido – der Gefragte – weiß nicht um die richtige Schreibweise. Hauptsache, Apollo hat zum Schluss richtig eins ausgewischt bekommen und wird sich zukünftig nicht mehr über ihn lustig machen können.
Apollo selbst hat sich alles ganz anders vorgestellt – egal ob die Nymphe nun mit f oder ph geschrieben wird. Von einem verwandelten Lorbeerbaum kann man wohl kaum noch große Freuden erwarten und da stimmt ihm unser Froschensemble am Ende der Oper denn auch zu mit dem ernüchternden Schlusswort:
„Lorbeer – ist ein hervorragendes Gewürz – für ein Wildschwein!“
„Apollo ist ein arger Macho!“ so das Fazit der Presse zur Premiere,
zumindest was den Charakter dieses unwiderstehlichen, nymphomanen (?)
Gottes angeht und im Kostüm bestätigt gesehen durch des Helden Wrestler
T-Shirt!
Dem Besucher war überlassen, wo er für sich persönlich den tragischen oder den komischen Aspekt in der Geschichte um Dafne, Apollo oder die anderen Rollen unserer Barockoper ansetzt.
Fragte man die Nymphe selbst am Ende noch einmal, was sie von all dem gehalten hat – dann, ach stimmt, im Programmheft S. 9 stand es, von der erfahren wir nichts...
Mit 5 zum Großteil ausverkauften Aufführungen ging die kammeroper kassel in ihre zweite große Produktion „DAFNE – Eine Tragicomoedia“. Viel Lob und Anerkennung für Inszenierung und musikalische Arbeit von Presse und Öffentlichkeit. Darüber freuen wir uns, denn da musste einiges aus dem sprichwörtlich anfänglichen Nichts gestemmt werden.
Für uns als Ensemble – ob Darsteller, Sänger, Instrumentalisten, Komponisten, Regisseur oder Techniker – war es ein Mammutprojekt. Neben vielen Unwägbarkeiten in der Anfangsphase – verschwundene Komponisten, Mangelware Tenöre, abiturgebeutelte Teilnehmer etc. – stand am Ende ein beeindruckendes Endprodukt, bei dem das unglaubliche Engagement im Ensemble einmal mehr die Erwartungen von uns als Leitungsteam übertraf. Wir bedanken uns bei allen, die sich eingesetzt haben, DAFNE zu einem unvergesslichen Ereignis unserer Bühne zu machen – nicht zuletzt auch beim Publikum, das der kammeroper kassel nach TREEMONISHA im ersten Jahr auch diesmal sein Interesse an musikalischen Raritäten versichert.
Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!
PS: Die Bilder der Proben und Premiere finden Sie hier.
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