Aktuelle Termine
| Freitag, 08. Oktober 2010 "Musique blanche" - Satie zwischen Kirche und Tempel |
| Samstag, 09. Oktober 2010 "Musique blanche" - Satie zwischen Kirche und Tempel |
| Sonntag, 10. Oktober 2010 "Musique blanche" - Musikalischer Gottesdienst |
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Presse
Feminine Perlen - HNA Kassel vom 04.10.09
Kammeroper widmete sich den Frauen des Ragtime
Von Alexander Pluquett
Kassel. Um 1900 kam die 28. Straße zwischen 5. Avenue und Broadway in New York zu ihrem Namen "Tin Pan Alley" - benannt nach dem allgegenwärtigen Klimpern der Probeklaviere, die immer wieder neue Songs für die Musikverlage einspielten. Der Ragtime stand damals hoch im Kurs, und neben dem bekannten Scott Joplin widmeten sich diesem auch viele Frauen.
Die Kammeroper Kassel stellte am Freitagabend mit Marcus Schwarz (Klavier) und Sabine Wackernagel (Texte) ein Programm vor, das sich diesen Komponistinnen widmete. Schwarz spielt dabei auf dem Flügel Werke von relativ unbekannten Komponistinnen wie May Aufderheide (1890-1972) oder Grace M. Bolen (1884-1976). Sabine Wackernagel schafft es mit ihren Anekdoten und biografischen Einführungen das Leben dieser Frauen lebendig werden zu lassen.
Besonders die Erzählungen von Kate Chopin (1850-1904) malen ein plastisches Bild dieser Epoche und auch der Zerrissenheit zwischen bürgerlichem Leben und Selbstverwirklichung, in der sich viele Frauen befanden. Kein Wunder, dass sie "Ragtime" - "Zerrissene Zeit" komponierten. Große Begeisterung bei den gut 50 Zuhörern.
Der ernste Jazz - HNA vom 31.01.10
Kammeroper im Gemeindesaal der Kreuzkirche
Kassel. Etwas eigentümlich muss Sylvia Cordes’ (Gesang) und Andreas M. Wagners (Piano) Interpretation des Jazzstandards „Love for Sale“ für all jene Konzertbesucher gewirkt haben, die zuvor nur die schnellen Interpretationen von Aretha Franklin oder Miles Davis kannten. Bemerkenswert, dass Cole Porter dieses Lied in jenem langsamen Tempo konzipierte. Seinerzeit hatte es hauptsächlich aufgrund seines als obszön empfundenen Textes Aufsehen erregt. Gerade bei schnelleren Instrumentalversionen geht dabei häufig der eigentlich ernste Hintergrund verloren.
Zart und nuanciert: Sylvia Cordes im Gemeindesaal der Kreuzkirche. Foto: Malmus
Die Liebe zum Jazz - HNA vom 22.01.10
Homberg. Die Kammeroper Kassel präsentiert am Donnerstag, 28. Januar, ab 20 Uhr, in der Aula der THS: „All That Jazz! Eine musikalische Lesung“.
All that Jazz: Die Kammeroper Kassel präsentiert in der THS eine musikalische Lesung. Foto: nh
Alles über den Jazz - HNA vom 29.01.10
Homberg. Auf eine anspruchsvolle Klangreise durch die Geschichte des Jazz nahmen am Donnerstag die Künstler der Kammeroper Kassel das Publikum in der Aula der Theodor-Heuss-Schule (THS) in Homberg mit.
Drei für den Jazz: Michael Wagner, Wolff von Rechenberg und Sylvia Cordes (von links) von der Kammeroper waren in der Homberger THS zu Gast. Foto: Mangold
Der übertölpelte Schmalzbarde (HNA 23.08.2009)
Die Kammeroper Kassel zeigt "La Serva Padrona"
Von Johannes Mundry
KASSEL "Blöde Schnalle, dumme Ziege": Zimperlich ist er nicht, dieser Uberto, doch was hilft's. Am Ende muss er die Dienerin Serpina doch heiraten. Das muntere Weibchen hält nun einmal die Fäden in der Hand.
Fast 300 Jahre alt ist Giovanni Battista Pergolesis unverwüstliche kleine Oper "La serva padrona". Sechzig Minuten bezaubernde Musik und die Möglichkeit, mit geringen Mitteln ein kleines Opernglück zu schaffen, das macht sie noch heute attraktiv.
Auch für die Kammeroper Kassel, diese freie Initiative, deren dritte Produktion am Freitag im halb gefüllten Saal der Kreuzkirche Premiere hatte. Zwei Sänger, eine stumme Rolle, vier Musiker (Rüdiger Spuck und Hanna Witzmann, Geige, Hildrun-Luise Jauch, Bratsche, und Ralf Schwarz-Aschenbrenner, Cembalo), einen Regisseur (Tobias Krechel) und einen Beleuchter: Mehr braucht es nicht.
Das Stück in die Gegenwart zu holen, ist nicht schwer: Uberto (Jochen Faulhammer) ist hier ein Schlagerbarde mit wallendem Haar, Serpina (Sylvia Cordes), ist der One-Night-Stand, der blieb und das Regiment im Hause übernahm, Steve Kuberczyk-Stein schließlich der stumme Diener Vespone, dessen Grimassenspiel einen Soloabend verdient hätte.
In die modernisierten Rezitative und Sprechpartien sind die italienischen Arien unverändert integriert. Beiläufig singen kann man sie freilich nicht. Die anfängliche Anspannung löste sich, als Jochen Faulhammer sich traute, seinen raumfüllenden Bass poltern zu lassen. Sylvia Cordes hatte ihre gelungensten Momente als die süße Unschuld mimende Serpina.
Auch das kleine Ensemble kam gut durch den vergnüglichen Abend. Viel Beifall für das verschworene Team.
Weitere Termine: 29. und 30.8., jeweils 19.30 Uhr, www.kammeroper-kassel.de