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Alles über den Jazz - HNA vom 29.01.10
Homberg. Auf eine anspruchsvolle Klangreise durch die Geschichte des Jazz nahmen am Donnerstag die Künstler der Kammeroper Kassel das Publikum in der Aula der Theodor-Heuss-Schule (THS) in Homberg mit.
Drei für den Jazz: Michael Wagner, Wolff von Rechenberg und Sylvia Cordes (von links) von der Kammeroper waren in der Homberger THS zu Gast. Foto: Mangold
„All that Jazz! Eine musikalische Lesung“ mit Sylvia Cordes, Wolff von Rechenberg und Michael Wagner war auch ein Heimspiel, denn die Sängerin und der Pianist sind Musiklehrer an der THS.
Schulleiter Dr. Ralf Weskamp sagte, es gehöre zum Schulkonzept der Öffnung, Künstler von außen in die Schule zu holen. Zudem passe der Auftritt gut zum Schwerpunkt Musik der THS.
In Romanausschnitten spiegelte sich die Entwicklung des Jazz wider: Von den Afroamerikanern auf dem Land, die ihre Musik von den Baumwollplantagen Anfang des 20. Jahrhunderts mit in die Großstädte nahmen, bis in die Moderne, in der Jazz als Hintergrundmusik in den Cocktailbars gespielt wird, reichte die literarische Reise.
Eingebettet wurde die Literatur in die Musik von Cole Porter, John Kander und Chick Corea, mit eindrucksvoller Stimme interpretiert von Sylvia Cordes, begleitet und getragen von Michael Wagner am Flügel. Er begeisterte das Publikum auch mit Improvisationen.
„Wir wollten die Geschichten, die zum Jazz
gehören, in den Mittelpunkt stellen“, erklärte Sylvia Cordes. Die
Schicksale, die mit den Melodien verbunden waren, kämen sonst häufig zu
kurz. Jazz sei immer Musik des Lebens gewesen. „Jazz wird heute nicht
mehr als Popmusik verstanden, wie noch bei Cole Porter in den 30er-
Die Auftaktveranstaltung der Kammeroper Kassel kam bei den Gästen gut an. Der Wechsel zwischen Lesung, Musik und Gesang sei hervorragend, lobte Mechthild Dennhardt aus Homberg. Ihr gefalle der Charme und die Natürlichkeit von Sylvia Cordes, der Gesang sei exquisit gewesen.
Von Bettina Mangold
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