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| Samstag, 16. Juni 2012 "Donquixoterien". armas - tapas - canciónes (Gastspiel) |
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"Donquixoterien". armas - tapas - canciónes
DONQUIXOTERIEN – armas, tapas, canciónes!
als Gast: KARL GARFF
Gastspiel im Rahmen des Jubiläums-Programmes zu:
250 Jahre Schlacht bei Wilhelmsthal
Land- und Kulturfleischerei Henry Koch Calden (Veranstaltungsaal) Mittelstraße 6
34379 Calden
Nähere Informationen in Kürze!
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Die Figur des „Don Quixote“ ist zweifellos zeitlos populär mit ihrem
Thema, die großen Herausforderungen des Lebens zu suchen und sich allen
Widerständen furchtlos, aber auch auf anrührende Weise komisch entgegen
zu stellen.
Übergeordnet fordert die große Frage nach Sein und Schein, nach Wirklichkeit und Fantasie zur Arbeit mit diesem Helden heraus.
Die Abenteuer des selbsternannten „Ritters von der traurigen Gestalt“,
die einem sprichwörtlich spanisch vorkommen, bei denen man immer mit
einem Auge lachen und mit dem anderen weinen möchte, sind eine
unerschöpfliche Quelle für die Umsetzung auf einer Theaterbühne,
entsprechend groß ist ebenfalls die Anzahl der Komponisten, die sich Don
Quixote mit musikalischen Kleinoden widmeten.
Die kammeroper kassel e.V. verlegt das Geschehen der Inszenierung
teilweise ins 21. Jahrhundert und lässt mit Karl Garff als
nordhessischem Eventmanager den passenden Vertreter auftreten, der in
regionaler Manier die Geschichten um den spanischen Helden des 16.
Jahrhunderts einleitet.
Dies, Miguel de Cervantes´berühmtes literarisches Original als Vorlage
und die für eine Kammeroper-Bühne wie geschaffene Auswahl an Musik aus
vier Jahrhunderten, darunter Telemanns Opern-Rarität „Don Quichotte auf
der Hochzeit des Comacho“ und de Fallas Puppenoper „El retablo del maese
Don Pedro“ plus rezitative und rapartige Improvisationen sind Grundlage
für die Produktion.
Theatralisch-kabarettistische Kleinkunst und ein rasantes Puppenspiel
kommen hinzu und ergeben ein amüsantes kleines Gesamtkunstwerk.
Tapas für die Gäste:
Am Ende lässt das Ensemble dieser Produktion, in welcher der Spielort gleichsam die spanische Taverne aus Cervantes‘ Roman ist, in Form von Tapas kleine Gaumenfreuden für das Publikum auftragen!
Mitwirkende:
Karl Garff: Eventmanager / „Don Pedro“
Nikolaus Kahlen: „Don Quixote“ / Sänger Herbert Krug
Sylvia Cordes: Küchenfrau / Sängerin
Dorothee Driefholt: Küchenfrau / Sängerin
Chor der kammeroper
Klaus Macpolowski/Benjamin Wilms: Gitarren / Arrangements
Andreas Sahl: Trompete
Puppenspiel: Werner Demme, Barbara Evers
Dramaturgie: Karl Garff
Regie/Inszenierung: Ede Müller
Musikalische Leitung: Sylvia Cordes
Tapas y Bebidas: Stefanie Ross
Bühne und Puppen: Werner Demme
!!Der Eintrittspreis umfasst die Aufführung inklusive von uns servierte Tapas + ein Getränk!!
Donquixoterien
HNA vom 30. Januar 2012
Kassel. Man nehme Musik aus Opern von Telemann und de Falla, Chorstücke aus der spanischen und französischen Renaissance, zwei Sängerinnen, einen Sänger, zwei Gitarristen, einen kleinen Chor, einen nordhessischen Mundartkabarettisten, dazu Tapas und Rotwein - fertig ist der unterhaltsame Abend.
Unter dem Titel „Donquixoterien“ hatte die Kammeroper Kassel in den Gemeindesaal der Kreuzkirche eingeladen. Die Premiere am Samstag war ausverkauft.
Sorgten für Heiterkeit: Die Sängerinnen Sylvia Cordes (links) und Dorothee Driefholt. Foto: Grigat/nh
Don Quijote, der unsterbliche Ritter von der traurigen Gestalt, stand im Mittelpunkt des Programms. Aus der nur selten gespielten Oper „Don Quichotte auf der Hochzeit des Comacho“ von Georg Philipp Telemann sangen Nikolaus Kahlen, Sylvia Cordes und Dorothee Driefholt sowie der Chor einige Nummern, die wegen des gestelzten deutschen Textes Heiterkeit erzeugten.
Das Ganze wurde in einer spanischen Kneipe von heute angesiedelt, in die Karl Garff als Kasseläner Eventmanager hereinschneite, der Wirtin ein Programm aufdrängte und mit einem Puppenspiel für viel „Ägdschen“ sorgte. Die fantasievollen Puppen von Werner Demme waren ein Blickfang. Mit ihnen wurde das Spiel von Kaiser Karls Tochter Melisendra gespielt, die von ihrem Gatten Gaiferos aus den Händen des Maurenkönigs Marsilio befreit wurde.
Wie so oft erkennt Don Quijote in dieser Episode aus dem Roman von Miguel de Cervantes die Trennlinie von Wirklichkeit und Spiel nicht und zerschlägt dem Puppenspieler Pedro sein Hab und Gut. Die Musik dazu stammt von Manuel de Falla.
Nach einer knappen Stunde wurden Tapas und roter Wein gereicht, und die 100 zufriedenen Zuschauer glaubten schon, das Ende sei gekommen. Doch es folgten noch weitere musikalische Nummern von Pauline Viardot García und Telemann.
Ede Müller hat die Teile zu einem hübschen Gesamtkunstwerk inszeniert. Den größten musikalischen Anteil hatten die beiden guten Gitarristen Klaus Macpolowski und Benjamin Wilms, die das ganze Orchester zu ersetzen hatten.